matthias franke | 07.04.1997
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Die graue Abendkatze bläst mit ihrem Saxophon den verbeulten Mond an

bis er von der bissigen Bulldogge ausgepustet wird,

damit im Neonlicht die Mondmäuse aus der Hundehütte verschwinden.



phönix

der sanfte segler beschreit das schlafende schloß

er läßt den weiten wind die federflügel fleddern

denn so spielt

ein vogel

pech

schwarz

verbranntes papier.



Während der schwarze Segler das Schloß umkrächzt,

läßt er sich vom Wind die Flügel zerfleddern,

als wäre er nur ein verbranntes Blatt Papier.




Auf der düsteren Mauer steht eine leere Flaschenpost,

Um mich im Namen des Kräuterschnapses zu fragen,

Warum ich nicht mit auf die große Fahrt gegangen bin.



Sei vorsichtig!

Denn kaum drehst du dich um,

fällt die Tür dem Schloß in den Rücken,

fällt dem Rücken die Tür in das Schloß,

fällt der Rücken dem Schloß in die Tür,

fällt der Tür das Schloß in den Rücken,

fällt das Schloß dem Rücken in die Tür,

...

Denn hier war eines zu viel!







Ich dümpele dumpf vor Weißnicht,

zünde die nächste Zigarette an,

rauche nur, um konsequent zu sein,

denn eigentlich ersehne ich das Stranden





Wenn die Metapher implodiert

ist es Zeit

das Schreiben zu lassen



Fuß

Bildbeschreibung

Mein Bein liegt auf dem Tisch. Zwischen den Zehen des Fußes scheint das Licht der Tischleuchte hervor. Leicht berührt der große Zeh oben auf der linken Seite seinen kleinen Nachbarn, während weiter unten der Spalt zwischen diesen beiden Zehen größer ist als die Spalten zwischen den weiteren Zehen. Doch nicht nur auf der linken Seite ist die obere Hälfte des großen Zehs breiter, sonderen auch rechts. Diese Verbreiterung beginnt jedoch knapp unterhalb des Zehnagels nach oben hin wieder abzunehmen, so daß der Zeh am oberen Ende des Zehnagels, der etwas über die Länge des Zehs hinausragt, nur noch geringfügig breiter ist als der Zehnagel.

Bildinterpretation

Der Zehnagel ist durchscheinend, ist also offenbar recht flach, wodurch er so biegsam zu sein scheint, daß er sich der Form des Zehs gut anpassen kann und somit in der Lage ist, teils gewöbt, teils fast flächig auf dem oberen Drittel des Zehs aufzuliegen.